Live-Workshop in Berlin: Neue Arbeitswelten von Accenture & STRABAG

Live-Workshop in Berlin: Neue Arbeitswelten von Accenture & STRABAG

Wie bleibt Arbeit menschenzentriert, wenn Digitalisierung und KI das Tempo vorgeben? Mit dieser Frage haben wir uns bei unserem Live-Workshop in Berlin am 23. und 24. März 2026 beschäftigt. Dafür haben wir einen Blick in die neu gestalteten Arbeitswelten unserer Netzwerkmitglieder Accenture und STRABAG geworfen und erlebt, wie sich Raum, Kultur und Zusammenarbeit gegenseitig beeinflussen.

Arbeiten im größten Holz-Hybrid-Bürogebäude Deutschlands: Accenture in der Macherei Berlin

Zum Auftakt waren wir zu Gast bei Accenture in der „Macherei Berlin-Kreuzberg“. Auf rund 4.000 Quadratmetern zeigt sich hier, wie nachhaltige Architektur und moderne Arbeitskonzepte zusammenspielen.

Die Holz-Hybrid-Bauweise schafft nicht nur ein spürbar angenehmes Raumklima, sondern ist auch Ausdruck eines ganzheitlichen Verständnisses von Arbeitswelt.

Im Rundgang wurde deutlich: Es geht längst nicht mehr um den einen Arbeitsplatz, sondern um eine Vielfalt an Räumen – von Fokuszonen über kollaborative Flächen bis hin zu sozialen Treffpunkten wie der „Home Kitchen“ als Herzstück der Fläche. Entscheidend ist, dass Mitarbeitende je nach Aufgabe den passenden Ort wählen können.

Mindestens genauso wichtig wie das Raumkonzept: der begleitete Veränderungsprozess. Mit Change Champions, offenen Austauschformaten und klaren Spielregeln wurde der Umzug aktiv gestaltet – ein Beispiel dafür, wie Arbeitswelten nicht nur gebaut, sondern gemeinsam entwickelt werden.

Zukunft der Arbeit: Zahlen, Daten, Fakten

Im anschließenden Impuls von Oseon, Agentur für Zukunftsthemen, ging es um die Frage, was aktuelle Entwicklungen konkret für den Arbeitsalltag bedeuten. Vier Topics standen dabei im Fokus: Flexibilität, Meetingkultur, KI und Future Skills.

Die Zahlen zeigen deutlich:
Arbeit wird flexibler, aber auch komplexer. Fast 40 Prozent der Beschäftigten wollen keinen Job mehr ohne flexible Arbeitszeiten, gleichzeitig steigt der Bedarf an klarer Struktur und Selbstmanagement.

Auch die Rolle von KI ist ambivalent: Sie steigert Zufriedenheit und Effizienz, bringt aber gleichzeitig neue Anforderungen und Stress mit sich.

Und: Kommunikation bleibt der Schlüssel. Ob in hybriden Meetings oder in der Zusammenarbeit insgesamt – viele Herausforderungen sind weniger technologisch als vielmehr kulturell.

Teams@Work bei STRABAG: Eine Arbeitswelt statt eines Arbeitsplatzes

Am zweiten Tag waren wir zu Gast bei STRABAG am TechnoCampus Berlin. Das neu gestaltete Areal auf dem ehemaligen Siemens-Gelände verbindet die Industrie-Architektur der 1920er Jahre (inklusive Paternoster!) mit modernen neu gebauten Gebäuden auf einem begrünten Campus.

Bei der STRABAG wurde deutlich, wie konsequent Activity-Based Working umgesetzt werden kann. Das Konzept „Teams@Work“ setzt auf Desksharing, klare Regeln und eine Vielzahl unterschiedlicher Arbeitszonen – von Hideouts für konzentriertes Arbeiten bis hin zu Social Spaces für Austausch und Begegnung.

Die zentrale Idee: Nicht die Zeit im Büro zählt, sondern die Qualität der Ergebnisse. Dafür braucht es eine Arbeitsumgebung, die unterschiedliche Tätigkeiten optimal unterstützt und einen echten Mehrwert bietet, damit Menschen gerne ins Büro kommen.

Menschenzentrierung konkret gedacht: Partizipation, Resilienz, Demografie

In den Impulsen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) und dem Demographie Netzwerk wurde der Blick noch einmal geweitet. Menschenzentrierte Arbeitsgestaltung bedeutet mehr als gute Räume – sie entsteht im Zusammenspiel von Organisation, Kultur und Beteiligung. Ein zentraler Gedanke: Veränderung wird dann wirksam, wenn die Menschen, die sie betrifft, sie mitgestalten können. Beteiligung kostet Zeit – spart aber langfristig Reibung.

Gleichzeitig rückt der demografische Wandel stärker in den Fokus. Themen wie Altersdiversität, Fachkräftesicherung und generationenübergreifende Zusammenarbeit werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren für die Arbeitswelt von morgen.

Drei Impulse aus Berlin:

Arbeitswelten entstehen im Zusammenspiel
Raum allein reicht nicht. Erst wenn Architektur, Organisation und Kultur zusammengedacht werden, entfalten Arbeitsumgebungen ihre Wirkung.

Flexibilität braucht Gestaltung
Mehr Freiheit bedeutet nicht weniger Struktur. Im Gegenteil: Klare Regeln, bewusste Meetingkultur und neue Kompetenzen werden wichtiger denn je.

Menschenzentrierung ist Beteiligung
Ob KI, neue Räume oder neue Arbeitsweisen – nachhaltige Veränderungen entstehen nur, wenn Mitarbeitende aktiv einbezogen werden.

Neben den inhaltlichen Impulsen war der Workshop vor allem eines: ein Ort für echten Austausch. Gespräche auf Augenhöhe, neue Perspektiven und viele praktische Einblicke haben die zwei Tage geprägt.

Ein besonderes Highlight war der gemeinsame Abend in der Accenture Home Kitchen – mit guten Gesprächen, leckerem Essen und genau dem, was unser Netzwerk ausmacht: Verbindung.

Danke an alle Speaker:innen, Hosts und Teilnehmenden für zwei intensive Tage in Berlin.
Wir freuen uns auf die nächsten Stationen.